Newsletter von G9 jetzt! BW vom 02.01.2026 |

| Liebe Unterstützer, ein ereignisreiches Jahr ist vergangen und mit ihm endet nun auch unser Volksantrag “G9-Verbesserungs-Gesetz“. Leider müssen wir euch mitteilen, dass wir das erforderliche Quorum von knapp 40.000 Stimmen verfehlt haben. Trotz großer Unterstützung von vielen von euch, konnten wir nur rund 27.000 Unterschriften sammeln. Damit ist unser Versuch gescheitert, über direkte Demokratie Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung des neuen G9 zu nehmen. Nachdem klar war, dass weder Corinna noch Anja ein Volksbegehren starten würden, haben wir innerhalb der laufenden Frist das Volksbegehren zum vorangegangenen Volksantrag eingereicht. Hintergrund war der von euch vielfach geäußerte Wunsch, den politischen Druck weiterhin aufrechtzuerhalten, da zu diesem Zeitpunkt die Änderung des Schulgesetzes noch nicht vollzogen, der Volksantrag aber abgelehnt war. Als das Volksbegehren vom Innenministerium abgelehnt wurde, nutzten wir dessen Gegenargumente und arbeiteten einen Kompromissvorschlag für die Mitnahme der laufenden Klassen aus. Weiterhin integrierten wir in den neuen Gesetzentwurf Verbesserungsvorschläge für das neue G9. Und so konnten wir vor gut einem Jahr den neuen Volksantrag beim Landtag einreichen. Wir starteten am 18. Dezember 2024 in den Sammelzeitraum und bekamen bereits in den ersten freien Sammlungen großen Zuspruch. Auch sammelten viele von euch über die Weihnachtsferien fleißig Stimmen im Familien- und Bekanntenkreis, sodass anschließend bereits eine gute Portion Post bei unserem Postfach in Ravensburg ankam. Wir hatten unsere Rechnung jedoch ohne die großen Player der Bildungspolitik gemacht. Sowohl die Berufsverbände der gymnasialen Lehrkräfte wie Philologenverband und GEW, als auch der Landeselternbeirat positionierten sich gegen unseren Volksantrag, entweder aus Angst vor zu viel Organisationsaufwand oder weil sie schlichtweg unseren Gesetzentwurf nicht verstanden hatten. Dies führte zu einer fehlenden oder, noch schlimmer, fehlerhaften Berichterstattung über unseren Volksantrag. Gezielt gestreute Narrative und zu viel Zustimmung hinter vorgehaltener Hand in einem Klima der Angst waren letzten Endes zu starker Gegenwind für unsere rein ehrenamtliche Elterninitiative. Positiv zu erwähnen bleibt das Gespräch im Kultusministerium, bei dem man sich auf Augenhöhe mit unseren Vorschlägen und möglichen weiteren Kompromissen ohne Zeitdruck auseinandergesetzt hat. Doch die Verstrickungen und Seilschaften im Bildungsbereich sind zu festgefahren, jeder von seiner Sichtweise überzeugt, ein Gegeneinander-Ausspielen an der Tagesordnung. An den allermeisten Schulen wurde nicht oder falsch über unseren Volksantrag informiert. Dagegen kann man nur begrenzt „ansammeln“. Es tut uns allen leid um die vielen Unterstützer und die vielen Unterzeichner, die bis zuletzt auf eine Entlastung für ihre Kinder und ihre Familie gehofft haben. Wir haben alles gegeben, doch es hat trotzdem nicht gereicht. Aber nun zum Jahreswechsel ist es Zeit, DANKE zu sagen. DANKE an alle Aktiven, die wahnsinnig viel Herzblut, Schweiß und Tränen in die Sammlung der Unterschriften gesteckt haben: – Wir hatten Mütter mit noch kleineren Kindern, die sich jede freie Minute zwischen Alltagschaos und Beruf herausgeschnitten haben und zum Sammeln gegangen sind. – Wir hatten ganze Familien, die bei wirklich jeder Gelegenheit Formblatt und Stift gezückt haben. – Und wir hatten sogar Patienten, die vom Krankenbett aus gesammelt haben. Das zeigt auf eindrucksvolle Art, wie wichtig uns unsere Kinder im Land sind. – Ein großes DANKE auch an unser erweitertes Orga-Team, was uns tatkräftig bei social-media-Content und anderer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt hat oder in mühevoller Kleinarbeit alternative E-Mail-Adressen von Schulen recherchiert hat. – DANKE auch an die vielen Multiplikatoren, die geholfen haben die Information über den Volksantrag weiterzuverbreiten und die kräftig Werbung für uns gemacht haben. Ist nun alles zu Ende? Wir denken, nein! Die Landtagswahl steht nun bald an und wir werden das weitere Geschehen in der Bildungspolitik von Baden-Württemberg auch in Zukunft kritisch verfolgen. Die strukturellen Probleme des G9 bleiben bestehen, werden in den kommenden Jahren schmerzlich sichtbar werden und irgendwann wird der Moment gekommen sein, an dem wir uns als Elterninitiative wieder zu Wort melden werden. Wir wünschen euch alles Gute für 2026. Bleibt oder werdet gesund und glaubt an euch und an eine bessere Zukunft. Wichtig: Dieser Newsletter endet nun. Wer mit uns in Kontakt bleiben oder sich in Zukunft einbringen möchte, kann uns eine Email an kontakt@g9-jetzt-bw.de schreiben! Mit hoffnungsvollen Grüßen, Dr. Marita Raschke, Mirjam Bohr-Wiens, Katrin Köhler, Christian Andorfer, Ralf Kittel und Gerhard Wurm für G9 jetzt! BW P.S: Wir freuen uns weiterhin über Spenden für die Deckung unserer Druck- und Portokosten, leider ist kein Spendenbeleg möglich. Entweder per PayPal an Spenden@g9-jetzt-BW.de oder per Überweisung (nähere Infos). |