G9 jetzt! BW 

Auch Gymnasiasten brauchen Freizeit

Welche "alten" Bundesländer unterrichten noch nach G8?

Derzeit kämpfen in Baden-Württemberg, dem Saarland und Schleswig-Holstein Eltern und Bürgerbündnisse gegen das Turbo-Abitur.
Der Bundestrend ist klar - G8 in der derzeitigen Form führt zu Unzufriedenheit und Kritik. Deshalb streben immer mehr Bundesländer an, wieder ein neunjähriges Gymnasium anzubieten.


  1.  Baden-Württemberg - im Rahmen eines Modellversuchs dürfen 44 Gymnasien G9 anbieten. Diese Schulen erleben einen noch nie da gewesenen Ansturm. Die G8 Klassen bleiben immer leerer.
    Philologenverband Baden-Württemberg für G9 
    Pressemitteilung vom 09.09.2013 Mit Beginn des neuen Schuljahres geht die zweite Tranche der G9-Versuchschulen an den Start. Der PhV-BW bedauert außerordentlich, dass die SPD im Koalitionsstreit mit den Grünen nachgegeben hat und somit bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahre 2016 keine weiteren G9-Gymnasien zugelassen werden sollen. Die flächendeckende, für alle Gymnasiasten verbindliche Einführung von G8 wird vom Gymnasiallehrerverband wie auch von vielen Eltern, Lehrern und Schülern als Fehler angesehen.



  2. Bayern kehrt im Herbst 2017 zurück zu G9 - d.h. wenn diese Schüler in der 6. Klasse sind (Schuljahr 18/19), werden sie nach G9 unterrichtet
    Glückwunsch nach Bayern!!!

  3. Berlin unterrichtet nach G8

  4. Bremen G8 gibt es an Gymnasien, G9 an den Oberschulen

  5. Hamburg G8

  6. Hessen - führte die Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 2013/14 ein

  7. Niedersachsen kehrte bereits 2015/16 zurück zu G9. Die damals 8. Klassen waren die ersten, die davon profitierten.
    Niedersachsen: Arbeitgeberverband rückt von G8 ab
    Vor zehn Jahren waren sie ein Motor bei der Einführung des verkürzten Abiturs in Niedersachsen, jetzt gehören sie zu den schärfsten Kritikern: Für die Unternehmer ist die Abschluss­prüfung nach zwölf Jahren, die Schüler erstmals im Doppel­jahrgang 2011 abgelegt haben, kein Erfolgsmodell.
    „G 8 hat unsere Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt“, sagt Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer vom Arbeitgeber­verband NiedersachsenMetall. „Die Jugendlichen werden mit Lernstoff vollgepfropft, sodass für ehrenamtliches Enga­gement keine Zeit mehr ist. Kreativität und Selbst­ständigkeit bleiben auf der Strecke.“ Göttinger Tageblatt vom 05.09.2013
    Niedersachsen hat flächendeckend G9 eingeführt

    Niedersachsen hat das Abitur nach 13 Jahren wieder eingeführt. Im Februar 2014 hatte die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) dies angekündigt.

    Seit dem Schuljahr 2015/2016 werden die Klassen 5, 6, 7 und 8 vollständig nach dem 9-jährigen Curriculum unterrichtet. Der erste Schuljahrgang wird damit im Schuljahr 2020/21 sein Abitur nach 13 Jahren ablegen können. Leistungsstärkeren Schülern wird bei entsprechenden Leistungen aber auch die Möglichkeit eingeräumt, abweichend von der neuen gymnasialen Regelzeit nach 12 statt 13 Jahren das Abitur zu machen.
    Niedersachsen ist damit das erste Bundesland, das alle Schulen vollständig auf das Abitur nach 13 Jahren umgestellt hat.

  8. NRW Schulmodellversuch - aktuell bis 7.6.17  Volksbegehren zu G9      https://g9-jetzt-nrw.de

    Enorm, was Ihr bisher geleistet habt! Durchhalten!

     

  9. Saarland 
    23.3.2017 5.000 Unterschriften für Volksbegehren erreicht 
    Die Elterninitiative G9-jetzt!-Saarland hat die erforderlichen 5.000 Unterschriften zur Zulassung des Volksbegehrens vorzeitig erreicht.
    Deutlich vor Ablauf der halbjährigen Sammelfrist hat die Elterninitiative G9-jetzt!-Saarland die erforderlichen Unterstützungsunterschriften zur Zulassung des Volksbegehrens erreicht. Damit hat sie die notwendigen Voraussetzungen, um den Entwurf zur Änderung des Schulordnungsgesetzes beim Innenministerium des Saarlandes einzureichen. 
    Freuen uns mit Euch, dass wieder eine Hürde geschafft ist!
    http://www.g9-jetzt-saarland.de

  10. Schleswig-Holstein seit 2011/2012 an 15 Gymnasien G9
    Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Landesregierung von Schleswig-Holstein auf, das neunjährige Gymnasium wieder einzuführen. In zahlreichen Studien hat sich gezeigt, dass das sogenannte G8 Kinder und Jugendliche krank macht. Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht dadurch die Rechte der Kinder verletzt. Familien sind belastet und langfristig geht diese Fehlentwicklung zu Lasten unserer Sozialsysteme und der Wirtschaft.„Die verkürzte Gymnasialzeit betrifft in seinen Auswirkungen nicht nur Eltern und Schüler, sondern jeden in der Gesellschaft. G8 wird aktuellen und zukünftigen gesundheits-, bildungspolitisch und sozioökonomischen Herausforde­rungen nicht gerecht“, erklärt Holger Hofmann, Bundes­geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerkes e. V. vom 22.08.2013

Aktuell: Mailaktion an das (KM) ist in vollem Gang - es ist ganz einfach, mitmachen mit wenigen Klicks 

 hier folgt noch etwas Historie.....