G9 jetzt! Baden-württemberg
Auch Gymnasiasten brauchen Freizeit

 

Warum G9? 

Warum eine Schulart, die ohnehin attraktiv ist, noch besser stellen?   

  Ganz einfach, weil wir es den Schülern schuldig sind, viele der G8 Befürworter, hatten selbst noch das Privileg nach G9 unterrichtet zu werden

……Kopfschmerzen, bulimieartiges Auswendiglernen - um alles am nächsten Tag auszuspucken- und dann zu vergessen, häufige Absagen an Freunde und den Fußballtrainer, das Instrument auf dem Speicher verstaut, kaum noch einen freien Kopf am Wochenende……. Der Tag hat auch unter G8 nicht mehr als 24 Stunden.

Selbst sehr gute Schüler sind mit einer 36-Schulstunden-Woche zeitweise überlastet. Bei der Umstellung von G9 auf G8 wurde das “gesparte” Jahr auf die verbleibenden umgelegt - dies führte zu einer unverhältnismäßigen Anzahl von Wochenstunden für unsere Gymnasiasten. 

Fatalerweise macht sich die Verdichtung besonders in der Mittelstufe bemerkbar, einer vulnerablen Lebensphase der Heranwachsenden, die von der Suche nach der eigenen Persönlichkeit, Gefühlsschwankungen, Abgrenzung von den Eltern, Widerstand……geprägt ist. Zeit, Ruhe und Geduld sind - oder besser wären- jetzt eine große Hilfe. Für die ganze Familie! Und für die Lehrer!

Als Grund der Reform wird von Bildungspolitikern immer wieder die “internationale Wettbewerbsfähigkeit” angeführt, die für Deutschland angeblich nur durch den 8jährigen Weg zum Abitur gesichert werden kann!

Pädagogen und Entwicklungspsychologen wurden dazu nicht befragt, auf Empfehlungen der OECD oder Bertelsmann Stiftung dafür umso mehr gehört…..!

Alle Anpassungsversuche gehen zu Lasten der Schüler - ist es heute nicht mehr notwendig Schulstoff durch Übung zu vertiefen oder benötigen die heutigen Schüler weniger Zeit, um Vokabeln zu beherrschen?

Die Antwort der Politik war bisher lediglich, Schulstoff zu streichen - in manchen Bereichen vielleicht ganz sinnvoll, doch bei Sprachen und den naturwissenschaftlichen Fächern eher eine fragwürdige Lösung. 

Kinder haben ein Recht auf Bildung - vieles erfahren und ausprobieren zu können sollte Privileg der Kindheit sein und bleiben.

Ihnen ein Jahr ihrer Kindheit wegzunehmen, um sie früher dem Arbeitsmarkt zuzuführen, da wir doch ganz genau wissen, dass sie mindestens bis zum Alter von 70 Jahren arbeiten werden, ist nicht nur unfair sondern schon fast zynisch! Zumal die wenigsten tatsächlich früher mit einer Ausbildung/Studium beginnen.

Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen der Schulvarianten! Sie benötigen Zeit, Zeit sich selbst zu finden, Zeit sich zu engagieren, Zeit für Ihre Umwelt und nicht zuletzt, Zeit um Kind sein zu dürfen und auch zu können. Diese grundsätzlichen Bedürfnisse dürfen auf keinen Fall wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden!

Wir Eltern müssen unseren Kindern eine starke Lobby sein!

Deshalb fordern wir die Rückkehr zum “alten” G9, nicht das gedehnte G8 der 44 Modellschulen, außerdem ein flexibles Nachmittagsangebot.
Für Schüler, die das wünschen und leisten können, sollte es die Möglichkeit geben, eine Klasse zu überspringen und somit auf der “Überholspur” in 8 Jahren zum Abitur zu gelangen, wie es auch in Bayern geplant ist.
Damit könnte man den Bedürfnissen aller Gymnasiasten gerecht werden!

Helfen Sie mit – gerne aktiv: es gib viel zu tun, von Umfragen organisieren, die Rückmeldungen auswerten, und natürlich unsere Initiative möglichst flächendeckend in ganz BW zu verbreiten

Wir können viel erreichen: 1 Lehrer = 25 Kinder = 50 Elternteile 

es gibt ca. 370 allgemeinbildende Gymnasien in BW, es werden dort ca. 300.000 Schüler unterrichtet – wie viele Elternteile können wir hiervon mobilisieren? 

Aktuell: Mailaktion an das (KM) ist in vollem Gang - es ist ganz einfach, mitmachen mit wenigen Klicks 

Aktuelle Medienberichte zu G8/G9 finden Sie auf unserer Facebook-Seite (kein Account notwendig)

10.8.2017 3. offener Brief - diesmal an die Grünen

August 2017: 2. Artikel in der RNZ  und erster TV-Auftritt 10.8.2017 18:00 Regionalsender RON (RTL) Livestream: http://rontv.de/live/


Juli 2017: Start unserer Pressearbeit! zweiter Offener Brief ging an die Landesregierung

06.07.2017 Saarland: Zulassung zum Volksbegehren wurde erteilt!

Mai/Juni 2017
NRW und SH: Bildungspolitik war mit wahlentscheidend! Beide Länder kehren zurück zu G9 mit Wahlfreiheit.
Unseren Glückwunsch an G9-jetzt-NRW und G9-jetzt-SH und alle die sich dafür eingesetzt haben!!!

06.04.2017: Plenarsitzung im Landtag behandelt die G8/G9-Wahlfreiheitspetition des Philologenverbands  

 Link zur Mediathek des Landtags https://www.landtag-bw.de/home/mediathek/videos.html

Anmerkung 10.4. Es gab keine Diskussion zu diesem Punkt! - zur Begründung: Anmerkung Petitionsausschuss

03.04.2017: Termin mit MdL Raimund Haser CDU - Der Termin verlief sehr positiv und mit unserem Anliegen "treten wir offene Türen ein". 
Für uns heisst das jetzt mobilisieren und unsere Möglichkeiten in einer Demokratie ausnutzen!


Ende März 2017: Bayern kehrt zurück zu G9 - bereits der Herbstjahrgang profitiert davon! Glückwunsch nach Bayern!!!

Wann ist Baden-Württemberg so weit? 




viele Elternteile können wir hiervon mobilisieren? 

Verlierer des G8

- Fremdsprachen: den Schülern bleiben in der Mittelstufe 3 Schulstunden, um eine Fremdsprache zu erlernen

- G8 benachteiligt die Jungen. Jungen benötigen in der Pubertät mehr Zeit als Mädchen, um den gleichen Bildungsstand in der Schule zu erreichen. Die Folge sind eine höhere Sitzenbleiber-quote, höherer Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss, schlechtere Abiturnoten.

- Die Universitäten beklagen eine immer geringere Studierfähigkeit der Erst-semester. Die Folge sind Einführung von Eingangsprüfungen und „Vorsemestern“. 


  

- Musikschulen  erleben verstärkt, dass Ihnen die "Mittelstufen" und "Oberstufenkinder" aus Zeitmangel fernbleiben. 

- Vereine erleben Ähnliches wie die Musikschulen, dabei ist der körperliche Ausgleich sowohl für die Entwicklung des Geistes, als auch für die Entwicklung des Körpers eklatant wichtig.

 

 

 





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