G9 jetzt! Baden-württemberg
Auch Gymnasiasten brauchen Freizeit

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Folgende Personen unterstützen bereits unsere Mailaktion:

..... 24.7.2017 HJ. Eisenlohr, Bammental; 24.7.2017 Hilge Kohler, Heidelberg; 24.7.2017 Carola Windlin; 25.7.2017 Tina Bozbayir, Neckargmünd; 25.7.2017 RC; 25.7.2017 RO; 26.7.2017 CK, St. Leon-Rot; 26.7.2017 Friederike Galuschky-Sigmund, Heidelberg; 26.7.2017 H.Schürle Neckargemünd; 26.7.2017 Wilhelm Epting, Stuttgart; 27.7.2017 Michael Fischer, Neckargemünd; 31.7.2017 Alexandra Nolle, Pfullendorf;  Hier gehts zur Übersicht aller Teilnehmer 


E-mail Aktion zum Mitmachen

Mailadressen

Mail aussuchen (siehe weiter unten) und in eigenes Mailprogramm kopieren (darf gerne personalisiert und angepasst werden oder ein eigenes Schreiben sein - aber bitte immer höflich bleiben!), 
Name darunter,
aus der Liste auf der rechten Seite, die Mailadresse auswählen (auch mehrere) und abschicken!!!

Bitte uns eine Kopie der Mail schicken -

mailaktion1@g9-jetzt-bw.de  mit dem Hinweis, wie wir Sie in o.g. Liste eintragen dürfen - Name und Ort oder nur Initialen...


oder wer möchte auch per Briefpost

Herzlichen Dank!!!


Bitte Aktion nicht abreissen lassen - die Landesregierung ist immer noch der Ansicht, es sind wenige Schüler (die vielleicht gar nicht auf ein Gymnasium gehören..), die mit G8 nicht zurecht kommen.

Herr Kretschmann:
Winfried.Kretschmann@gruene.landtag-bw.de

Ministerium für Kultus, Jugend u. Sport:

Bürgerreferentin: brigitte.kieser@km.kv.bwl.de

Frau Dr. Eisenmann:
susanne.eisenmann@km.kv.bwl.de

Mailadresse KM:
poststelle@km.kv.bwl.de

Briefpost an:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Postfach 10 34 42
70029 Stuttgart

Vorlage Nr. 4 - dies ist der offene Brief an die Grünen von Anja Plesch-Krubner - gerne darf dieser in Auszügen oder als ganzes - natürlich angepasst - verwendet werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für die mir zugesandte, prompte Antwort Ihrer Partei.

Über den Erhalt dieser Mail sehr erfreut, musste ich beim Lesen allerdings feststellen, dass Sie überhaupt nicht auf die Argumente unserer Initiative G9 jetzt! BW - stellvertretend für die Mehrzahl der Gymnasialeltern - eingehen.

Darum möchte ich meine Meinung in einem Offenen Brief äußern, den ich mir erlaube über die Medien/ Facebook zu verbreiten!

So mag es sich erstmal richtig anhören, dass es nicht auf die Zahl der Schuljahre ankommt, sondern darauf, was innerhalb dieser Jahre passiert!

Aber was passiert denn nun wirklich und welche Folgen bringt es mit sich?

Der Stoff wurde in die 8 Jahre gepresst, daraus resultierendes Bulimielernen belastet Schüler, Lehrer und die Allgemeinbildung der jungen Erwachsenen.

Die von Ihnen dazu angeführte Studie aus dem Jahr 2014 mag keine Unterschiede in den “Kompetenzen” erkennen lassen.

Allerdings handelt es sich dabei um höchst zweifelhafte Befragungen, die hauptsächlich auf Selbsteinschätzungen der Schüler beruhen, dabei jedoch kein Wissen oder hochschulrelevante Kenntnisse abfragen. 

Unidozenten äußern sich jedoch regelmäßig zu den fehlenden Kenntnissen der Abiturienten besonders in Mathe und den Naturwissenschaften. 

Vom Fehlen der nötigen Reife gar nicht erst zu sprechen……!

Dies wird durch die Notwendigkeit sogenannter Nullsemester zusätzlich belegt.

Hier darf dann das Wissenschaftsministerium zahlen, was das Kultusministerium gespart hat. Oder sogar mehr!

Und wer es sich leisten kann, lässt seine Kinder für mehrere Tausend Euro in Schloss Salem fürs Studium fitmachen..!

Die Straffung der Schulzeit führte zu einer Zunahme der Wochenschulstunden um über 10 Prozent!

Dies macht sich besonders in der Mittelstufe bemerkbar - mit bis zu 37 Stunden in der Woche für die dann pubertierenden jungen Menschen.

Können Sie sich vorstellen, wie es sich anfühlt, um halb vier am Nachmittag im Lateinunterricht zu sitzen - mit 14 Jahren?

Danach schnell nach Hause, noch etwas essen und, wenn die erwachsenen Arbeitnehmer ab 18 Uhr bereits auf dem Sofa chillen, noch Englischvokabeln lernen für die Arbeit am nächsten Tag!

Kinder haben leider keine Gewerkschaft, die für humane, altersgerechte Arbeitszeiten kämpft.

Aus dem staatlichen Gymnasium wurde klammheimlich eine Ganztagsschule! Die Schulpflicht also massiv ausgeweitet!

Natürlich kommt es dadurch zu einer Abnahme der Freizeitbeschäftigungen (Sport, Musik, Ausflüge in die Natur…) und z. B. des sozialen Engagements (wie z. B. Mitarbeit bei NABU oder in der Politik…) - Dinge, die für die Persönlichkeitsentwicklung so wichtig sind!

Studien, die etwas anderes feststellen, kann niemand mit ausreichend Menschenverstand ernsthaft glauben!

Zudem führt die hohe zeitliche Belastung bei fehlenden Ruhephasen zu einer Zunahme von Stress und daraus resultierender Symptome!

Die jungen Menschen schaffen es nicht mehr, einen Ausgleich im Sport oder der Musik zu finden - und werden es auch als Erwachsene nur sehr schwer erlernen.

Insgesamt ist der volkswirtschaftliche Schaden durch möglicherweise lebenslange Beeinträchtigungen im Sinne einer erhöhten Labilität bzw. fehlender psychischer und physischer Belastbarkeit überhaupt noch nicht abzusehen….!

Lassen Sie doch dazu mal die Bildungsökonomen rechnen!

Falls sich die von Ihnen angesprochenen zusätzlichen Stunden zur Vertiefung u.ä. auch noch beim einzelnen Schüler dazusummieren, sollte - neben dem Angebot eines vollwertigen Essens an allen (!) Schulen - zusätzlich möglicherweise über die Bereitstellung von Betten nachgedacht werden….!

Allerdings glaube ich, dass die Schülerhaltung hinsichtlich der kindlichen Freiräume dann nicht mal mehr im Entferntesten den Vorschriften der artgerechten Freilandhaltung von Hühnern entspricht, die tagsüber eine uneingeschränkte Nutzung der Freiflächen vorschreibt. 

Die jungen Menschen jedenfalls bekommen im Winter kaum noch Tageslicht zu und ins Gesicht.

Der berechnete Platz pro Schüler in überfüllten, engen Klassenzimmern hält dem Vergleich mit der Hühnerhaltung wahrscheinlich schon längst nicht mehr stand….!

Kennen Sie übrigens die Aussage von Anton Bruckner: Wer hohe Türme bauen will, muss lange am Fundament verweilen?

Auch aus diesem Grunde wäre eine weitere Verschlankung des Bildungsplans und die damit einhergehende Abnahme und Beschleunigung der Allgemeinbildung fatal!

Wo sollen dann Innovation und Kreativität herkommen? Und psychisch belastbare Arbeitnehmer in Spitzenpositionen?

Sicher kennen Sie das Wett-Türmchentröpfeln aus nassem Sand am Strand und die glasklare, für Kleinkinder verständliche Taktik dabei, mit Geduld eine breite Basis zu schaffen……?

Übrigens ist es ein riesiger und ärgerlicher Trugschluss, dass Kinder der G8- Skeptiker wegen wahrscheinlich fehlender kognitiver Voraussetzungen mehr Zeit zum Lernen benötigen und eher auf die Realschule gehören….!

Warum sollten bitte Eltern, deren Kinder eine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung erhalten, Ihre Kinder zur Entschleunigung auf die Realschule schicken? Dafür ist diese ja auch überhaupt nicht da!

Nein, gerade clevere Kinder können sehr viel mit Ihrer Freizeit Im Sinne der außerschulischen Bildung anfangen und sollten das auch tun können!

Alle Kinder sollten das tun können!

Und wer hat nochmal die verbindliche Grundschulempfehlung abgeschafft….. 

Uns ist auch sehr daran gelegen, dass Schulen verlässlich arbeiten können!

Das klappt jedoch nicht unter oben genannten Bedingungen und gegen einen Großteil der Eltern und Lehrer! 

Hier verweise ich meinerseits auf eine Studie von Herrn Prof. Dollase (s. bitte: http://g9-jetzt-bw.de/Presse/Argumente/Studie/ Punkt 1).

Und bitte erklären Sie uns doch endlich einmal ehrlich, warum Sie weiterhin das G8 befürworten! 

Als mittlerweile fast einziges der alten Bundesländer!

Wie soll Familien eigentlich der Zuzug ermöglicht werden? In Zeiten geforderter Flexibilität und Mobilität!

Was sagen denn die Unternehmen im Ländle dazu?

Die fehlende Akzeptanz der Gemeinschaftsschule durch die Bevölkerung zeigt überdeutlich, dass diese keine wirkliche Alternative zum Gymnasium darstellt, sondern ein kostspieliges Experiment mit höchst ungewissem Ausgang ist!

Schicken Sie etwa Ihre Kinder auf die Gemeinschaftsschule? Oder doch eher auf eine Privatschule, wie wahrscheinlich die meisten Ihrer Kollegen?

Leider liegt die Annahme nahe, dass Ihre Partei durch das starrhalsige Festhalten am G8 die Attraktivität der Gymnasien schwächen und die Eltern dazu bringen möchte, ihre Kinder dann halt doch auf die nicht geliebte Gemeinschaftsschule zu schicken, an der sie überdies noch mit dem G9 belohnt werden!

Anhaltspunkte für eine solche alltagsentrückte, ideologische Haltung waren auch in der Landespolitik NRWs in den letzten Jahren zu erkennen!

Dieses politische Agieren gegen den Mehrheitswillen wird Ihre Partei viele Stimmen kosten!

Meine auf jeden Fall!Ergaben doch Umfragen, dass gerade (ehemalige!) Grünen-Wähler zu 87 % zu G9 zurückkehren möchten (s. unten angeführtes Buch S. 148)

Hierzu empfehle ich Ihnen übrigens dringend das Buch: “Weniger ist weniger” von Volker Ladenthin  u.a. - eine Pflichtlektüre für alle Bildungspolitiker.

Zum Schluss möchte ich Sie fragen, ob Ihnen als Politiker die Phänomene Brexit und Trump nicht endlich zu denken geben!

So rächt es sich - für alle! - auf bittere Weise, wenn die Politik den Kontakt zu und die Kommunikation mit den Menschen nicht mehr ernstnimmt und besserwisserisch die Ohren und das Herz verschließt!

Jeder weitere Jahrgang Gymnasiasten, der sehenden Auges und wissenden Geistes von Ihnen gegen den Widerstand einer Mehrheit der Bürger in das gescheiterte G8 mit allen zu erwartenden Nachteilen geschoben wird, verringert die Glaubwürdigkeit Ihrer Partei, die sich doch eigentlich der “ Freiheit im Herzen” (siehe Wahlprogramm!) und damit dem unbedingten Einhalten demokratischer Grundsätze rühmt.

Schlimm genug, dass es kaum noch humanistische Denker gibt in unserem Land, die sich schützend vor unsere Kinder stellen…..!

Umso bestürzender, dass man seine Zöglinge scheinbar sogar vor Ihrer grünen Politik schützen muss!

Mit freundlichen Grüßen einer Mutter und sehr enttäuschten ehemaligen Wählerin 

Vorlage Nr.3 ( eine Auswahl möglicher Argumente als Reaktion auf die Pauschalantwort des Kultusministeriums)

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann,

leider können uns Ihre Antwort(en) auf unsere Briefe nicht das Gefühl geben, mit unseren Sorgen ernstgenommen zu werden.

Es fällt einem wirklich nicht leicht, sich in unserer Leistungsgesellschaft Fremden gegenüber so offen über die persönlichen Probleme der Menschen zu äußern, die einem wertvoller sind und näher stehen als alles andere - nämlich der eigenen Kinder!
In Ihren Antwortschreiben dann immer wieder lesen zu müssen, dass  “die meisten Schüler gut mit dem G8 zurechtkommen”, widerspricht nicht nur den Erfahrungen der meisten Familien und Lehrer, es wirkt als Reaktion auf das entgegengebrachte Vertrauen unbefriedigend stereotyp und wenig einfühlsam!

Was muss eigentlich noch passieren oder gesagt werden, dass Sie diesen Wortlaut endlich aus Ihrem Standardantwortschreiben entfernen?

Zumindest etwas beruhigend, dass sich andere Mitglieder Ihrer Partei, darunter mittlerweile sogar die Bundeskanzlerin, empathischer zeigen, angesichts der hohen Belastung der Schüler durch G8!
So scheint es sich bei diesen doch zumeist um Familienmütter und -väter aus Fleisch und Blut mit entsprechenden Erfahrungen aus dem Alltag zu handeln!

Übrigens können wir uns eigentlich nicht erklären, was Sie mit der Aussage, man müsse  “den heterogenen Erwartungen der Eltern gerecht werden” meinen.

Begegnen wir doch im Alltag stets sehr homogenen Erwartungen der Eltern bezüglich der momentanen Gymnasialpolitik: so wünschen sich 80-90% der Eltern und mindestens 70 % der Schüler die Rückkehr zu G9.
Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, warum müssen dennoch (fast) 100 % Gymnasiasten um jeden Preis in 8 Jahren zum Abitur hetzen? 
Wie lässt sich dies mit den Grundsätzen der Demokratie vereinbaren?

Deswegen fordern wir die flächendeckende Einführung des G9 mit der Möglichkeit für ambitionierte Schüler, auf der “Überholspur” zum Abitur zu gelangen.
Nur diese Maßnahme würde den Bedürfnissen aller Schüler gerecht werden und die prozentuale Aufteilung der beiden Schülergruppen in der Gymnasialpolitik realistisch abbilden!

Bitte verstehen Sie auch endlich, dass die alternativen 9jährigen Wege zum Abitur für viele keine akzeptablen Alternativen darstellen!
Die Gemeinschaftsschulen als Ganztagsschulen mit höchst heterogener Schülerschaft und bislang unscharf definierter oder lückenhaft und fachfremd besetzter Lehrerschaft klingen nach einem zeitintensiven (zeitintensiver als das G8 an staatlichen Gymnasien!), riskanten Experiment mit bisweilen ungewissem Ausgang für potentielle Gymnasiasten und können das Gymnasium sicher nicht ersetzen!
Und wo würde es hinführen, wenn alle Schüler, die das G9 wünschen, zunächst in die Realschulen und dann in die berufsbildenden Gymnasien strömten….?

Wer es sich leisten kann, kauft seinen Kindern den entschleunigten Weg zum Abitur an einer der blühenden und ständig wachsenden Privatschulen.
Wo bleibt hier die soziale Gerechtigkeit?

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, Sie teilen uns mit, dass Sie wegen der lakonischen Erkenntnis, dass Schüler “auch Freiräume außerhalb der Schule brauchen” bereits  “vor etlichen Jahren reagiert hätten”, nämlich mit einer Anpassung der Pflichtstundenzahl und einer festgelegten Anzahl von Nachmittagen mit Pflichtunterricht. 
Herzlichen Dank dafür!
Aber wie, bitte schön, würde der Schulalltag jetzt ohne diese Maßnahmen aussehen und wer konnte sich sowas ausdenken?
Wäre dann von einer Zunahme der Wochenstundenzahl um mehr als 15% oder 20% auszugehen? Welchem Arbeitnehmer wäre auch nur die jetztige G8 -bedingte Arbeitszeiterhöhung um etwa 10 % zumutbar?

Deswegen: Wir müssen unseren Kindern Lobby und Gewerkschaft sein!

Da Sie, sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, so viel Wert auf empirische Bildungsforschung legen, berufen Sie sich in Ihren Stellungnahmen auf die Ergebnisse der Studie “Konsequenzen der G8-Reform” der Universität Tübingen.

Diese Studie vergleicht das Freizeitverhalten, die Leistungen und das gesundheitliche Befinden der Abiturienten in G9 und G8.
Nun mussten und müssen sich natürlich auch Abiturienten unter G9 in ihrem letzten Schuljahr auf die Reifeprüfung vorbereiten und empfinden einen gewissen Stress - man braucht also kein Bildungswissenschaftler oder Prophet zu sein, um zu ahnen, dass sich in diesem Schülerjahrgang die geringsten Unterschiede zwischen beiden Gruppen zeigen werden! 
Zumal die eigentlichen “Opfer” des G8 bis zur Oberstufe bereits die Schule gewechselt haben und damit praktischerweise aus der Befragung ausselektiert wurden.

Wirklich relevante Studien zu den Folgen von G8 sollten die Unterschiede in Freizeitverhalten, Belastung, Leistung bereits ab der Unterstufe, besonders aber in der extrem verdichteten Mittelstufe untersuchen -und zudem nicht von regierungs- oder wirtschaftsnahen Stiftungen (Bertelsmann!) erhoben worden sein!
Wir wünschen, dass die Politiker eine solche Studie zur Beurteilung der Folgen von G8 heranziehen!
(wie  z. B. “ G8 und mehr” Umfrage der Landeselternschaft der Gymnasien NRW e.V. von Prof. Dr. Rainer Dollase)

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, bitte erklären Sie uns, warum Sie mittlerweile beginnen, den millionenteuren räumlichen Ausbau der Modellschulen, die aus allen Nähten platzen, zuzulassen, während Gymnasien in der Umgebung regelrecht ausbluten, also Klassenräume leerstehen? 
Auf der anderen Seite kommt es an den meisten Gymnasien wegen einer zu sparsamen Kalkulation der Lehrerstellen zu massiven Unterrichtsausfällen, Eltern sprechen bereits resigniert vom “ G7”!


Bitte beenden Sie sofort diesen “Schildbürgerstreich” und setzen Sie unsere Steuergelder so ein, dass alle Schüler davon profitieren können

Und übrigens: sprechen diese absurden Schülerwanderungen nicht eine deutliche Sprache -  empirisch aussagekräftiger als jede Studie und als jedes Ihrer Gespräche vor Ort?

Zudem fordern wir die transparente Offenlegung der seit Einführung des G8 begonnenen schleichenden Anpassung der Notengebung!
Diese “Kuschelnoten” sollen uns Eltern wohl den Erfolg der Reform vorspiegeln und die Anzahl der Klassenwiederholer in erträglichen Maßen halten- hat die OECD der deutschen Wirtschaft doch Anfang des Jahrtausends geraten, möglichst viele Schüler durch das Abitur und auf die Universitäten zu schleusen….!
Beunruhigend nur, dass an den Universitäten immer größere mathematische und naturwissenschaftliche Defizite bei unseren Abiturienten festgestellt werden.
Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, worauf können wir uns eigentlich noch verlassen?

Es bleibt also festzustellen, dass Sie, anders als Ihre Kollegen in (fast) allen anderen Bundesländern und entgegen der Wahlversprechen Ihrer Partei, weiter an einer Entscheidung festhalten, die von einer großen Mehrheit abgelehnt wird und dafür Gründe angeben, die die meisten Wähler nicht nachvollziehen können oder gar nicht erst glauben.
Und warum müssen sich die Schüler in Baden- Württemberg im allgemeinen Ländervergleich beim durch G8 zum atemlosen Sprint verschärften Rennen um NC und Studienplätze besonders abmühen, um dann im Ziel erstmal liegenzubleiben?
In jeder Hinsicht locker überholt von entspannteren Schülern anderer Bundesländer?

Dabei können wir doch lesen, dass Ihnen der konstruktive Dialog und das Wohl der Kinder so wichtig sind….!

Aus diesem Grund fordern wir Sie auf: Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, bitte hören Sie sich an, was wir Eltern Ihnen in konstruktiver Absicht vertrauensvoll über unsere Kinder berichten!
Und um daraus einen (wirklich zweiseitigen) Dialog zu machen: Nennen Sie uns doch endlich Ihre wahren Gründe, die zur Einführung von G8 und zum rigiden Festhalten an demselben führten! 
Dabei legen übrigens auch wir Wähler - genau wie Sie - Wert auf Studien…..!

Ach, und bitte verschonen Sie uns in Zukunft mit Alibizugeständnissen wie der Erlaubnis der Fortführung des Modellschulprojektes oder der oben genannten Pflichtstundenanpassung. Diese rudimentären Maßnahmen wurden bereits von der Vorgängerregierung eingeleitet und können nicht über Ihr Nichteinhalten der Wahlversprechen hinwegtäuschen.

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, eines allerdings können wir wirklich nur bewundern!
Die Fähigkeit der baden-württembergischen Bildungspolitiker zur Autosuggestion:
Es gehört nämlich schon viel dazu, sich auf der richtigen Spur zu wähnen, wenn einem alle anderen Autos entgegenkommen.
Wir hoffen sehr für unsere Kinder, dass man bald melden kann, dass die Gefahr vorüber ist!

Mit freundlichen Grüßen

Vorlage Nr. 2

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann,

leider können wir die Argumente in Ihrer Stellungnahme zur Petition des Philologenverbandes für eine flächendeckende Wahlmöglichkeit G8/G9 nicht nachvollziehen.  

 ……Kopfschmerzen, bulimieartiges Auswendiglernen - um alles am nächsten Tag auszuspucken- und dann zu vergessen, häufige Absagen an Freunde und den Fußballtrainer, das Instrument auf dem Speicher verstaut, kaum noch einen freien Kopf am Wochenende……. !

Den Eltern/Großeltern/Freunden bietet sich im normalen Schulalltag ein völlig anderes Bild, als es Ihre euphemistische Aussage, “Gespräche vor Ort haben ergeben, die meisten Schüler kommen gut mit dem G8 zurecht” suggeriert.  

Auch Lehrer und Psychologen können da andere Erfahrungen schildern. 

Es ist übrigens höchste Zeit, dass auch endlich einmal die Einschätzungen und Empfehlungen von Pädagogen und Entwicklungspsychologen - den Experten in diesem Bereich also! - in der Politik Gehör finden! 

Alle Ansätze Ihrer Partei, die Schüler zu entlasten, gehen von der Beibehaltung des G8 aus und setzen an einer Reduktion des Lernstoffs an.

Allerdings erscheint  die Begründung der Notwendigkeit eines 8-jährigen Weges zum Abitur - die Ihre Partei in diesem Zusammenhang stets betont - überhaupt nicht schlüssig.
So fällt es sehr schwer, das Argument der internationalen Wettbewerbsfähigkeit nachzuvollziehen:

Woran lässt sich diese - in Abhängigkeit zur Schulzeit- messen? (OECD- oder Bertelsmann-initiierte Untersuchungen sind hier wegen fehlender (pädagogischer) Objektivität bei Betonung der wirtschaftlichen Interessen sicher nicht zulässig!) 

Wies Deutschland in der langen Zeit bis zur G8- Reform jemals Anzeichen für eine G9-bedingte wirtschaftliche Unterlegenheit auf?
Ist das geringere Alter ein wichtigeres Einstellungskriterium als der schulische Ausbildungsstatus oder die persönliche Reife? 

Beim Blick in die Familien wird übrigens eindeutig widerlegt, dass G8-Absolventen tatsächlich früher mit der Berufsausbildung beginnen. Mittlerweile gehören einjährige “Verschnaufpausen” in die Biographie fast jedes Abiturienten. 

Im Übrigen besitzen Kinder ein Recht auf Bildung - zumal die nachfolgenden Generationen wahrscheinlich bis zum Alter von mindestens 70 Jahren arbeiten werden.
Was für ein ungerechtes Verhältnis von (G8-) Bildungszeit zu Lebensarbeitszeit! 

Vieles auszuprobieren und zu erfahren sollte Privileg der Kindheit sein und bleiben! 

Kreativität und Innovation wirken sich doch nun wirklich - unbestritten und für jeden nachvollziehbar - positiv auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit aus! 

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, insgesamt bleibt festzustellen, dass Ihre Partei das Wahlversprechen der flexiblen, regionalen Bildungslösungen abhängig von den Wünschen und Erfordernissen der Schüler nicht eingelöst hat!  

Ihre Argumentation mit der gestatteten Weiterführung der 44 “Modellschulen” wirkt dabei beschämend dürftig- dieses “Zuckerle” kann die vielen Tausend G9- Befürworter in Baden-Württemberg nicht “abspeisen” und nicht zufriedenstellen! 

Es klingt fast höhnisch, dass die Möglichkeit des 9-jährigen Abiturs in Baden-Württemberg - einem Preisausschreiben gleich!- mit Einsendeschluss versehen an einige wenige Gymnasien vergeben wurde und alle nachfolgenden Schüler nun Pech haben sollen. 

Dafür steht nun wirklich zu viel auf dem Spiel! 

Sie halten, anders als Ihre Kollegen in fast allen anderen Bundesländern, weiter an einer politischen Entscheidung fest, die von einer großen Mehrheit der Eltern/Schüler und der Lehrer abgelehnt wird und geben dafür fadenscheinige, abstrakte Gründe an, die die meisten Wähler nicht nachvollziehen können oder gar nicht erst glauben.  

Einzig plausibel - bei vollständigem Fehlen pädagogischer Gründe-  erscheint das Ziel der Kostenersparnis sowie die moralisch fragwürdige Absicht, den jungen Menschen um jeden Preis schon ein Jahr früher Sozialabgaben abzuringen. 

Da wir unsere Kinder schützen müssen, wollen und werden, werden wir dies nicht zulassen! 

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, aus diesem Grund fordern wir die Rückkehr zum alten G9!  

Für Schüler, die das wünschen und leisten können, sollte es die Möglichkeit geben, eine Klasse zu überspringen und somit auf der "Überholspur“ in 8 Jahren zum Abitur zu gelangen, wie es auch in Bayern geplant ist.  


Nur damit könnte man den Bedürfnissen wirklich aller Gymnasiasten gerecht werden! 

 

Mit freundlichen Grüßen 

Vorlage Nr. 1

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, 

als Eltern/Großeltern/Unterstützer schulpflichtiger Kinder möchten wir uns in unserer Enttäuschung und unserem Unverständnis gegenüber der momentanen Bildungspolitik in Baden-Württemberg mit diesem Schreiben an Sie wenden!

In Ihrer Begründung gegen die Einführung des G9 an weiteren Gymnasien schilderten Sie Ihr Anliegen, „den Schulen im Land in den kommenden Jahren die nötige Ruhe und Zeit zu geben“,  (Frei-)Zeit und Ruhe- zwei Dinge, an denen es unseren Kindern und (fast) allen anderen Gymnasiasten dank G8- mit bis zu 37 Schulstunden in der Woche!- in den nächsten Jahren leider täglich mangeln wird!

Wir würden uns wünschen, dass Sie unseren Kindern erklären, warum sie in den meisten Regionen unseres Bundeslandes weiterhin keine Möglichkeit haben, an einem staatlichen Gymnasium das G9- Abitur zu machen.

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, bitte erläutern Sie uns doch, warum von den alten Bundesländern allein Baden-Württemberg – gegen den Willen einer Vielzahl der Wähler, weit über 14000 Unterschriften im Rahmen der Petition des Philologenverbandes für eine Wahlmöglichkeit G8/G9 sprechen doch für sich! – weiterhin (fast ) vollständig auf G8 setzt.

Entgegen der Wahlversprechen der CDU! 

Den Wählern, die durch ihr Kreuz dazu beitrugen, dass Sie  nun das Amt der Kultusministerin ausüben können, wurde auf Marktplätzen und bei Wahlkampfreden von Ihren CDU-Kollegen flexible, regionale Bildungslösungen in Abhängigkeit zu den lokalen Bedürfnissen der Bürger versprochen, die die Stärkung des Gymnasiums sowie die (Wieder-)Einführung weiterer G9-Züge an staatlichen Gymnasien ausdrücklich beinhalten sollten!

Sie jedoch, sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, sprechen sich weiterhin klar gegen den 9jährigen Weg zum Abitur am Gymnasium aus und berufen sich dabei lediglich auf die dürftige Möglichkeit, an den 44 “Modellschulen” das G9 in einer abgespeckten Version absolvieren zu können. 

Dies reicht aber nicht aus für die große Zahl der Schüler/Eltern (ca. 88%), die sich den entschleunigten Weg zum Abitur wünschen!

Aus diesem Grunde sehen wir unsere Interessen und die Bedürfnisse unserer Kinder durch diese Politik nicht ausreichend vertreten und geschützt.

Wir wollen unseren Kindern eine starke Lobby sein!

Deswegen fordern wir:

Sehr geehrte Frau Dr. Eisenmann, bitte öffnen Sie Ihre Augen und Ohren für die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger und ermöglichen Sie die Rückkehr zum "alten" G9 an den Gymnasien Baden-Württembergs bei dem Gymnasiasten wieder Zeit haben, sich außerschulisch sportlich, musikalisch, politisch und/oder sozial zu engagieren! 


Mit freundlichen Grüßen